MARTIN Hauser

Glaubenssätze, woher kommen meine Vorstellungen - warum will ich es so und nicht anders

und wer bin eigentlich ich in diesem ganzen Spiel?

Das regt an, sich zu wundern. Darüber, dass es überhaupt Etwas gibt über das man sich wundern kann

und das ist ein Prozess, ist er einmal im Gange, der niemals endet.

 

Daher bin ich, genauso wie die Menschen mit denen ich auf diese Reise gehe, ein Forschender, der immer neue Schichten dessen abträgt, was uns davon abhält, zu erkennen, was einfach da ist. 

Deshalb kann ich nur Mut machen, Mut, sich immer weiter dem anzunähern, wofür das Dasein der Akademie für mich steht, nämlich Glaubens- und Meinungsfreiheit zu erlangen. 

 

Denn dieser Prozess führt ebenfalls zu der Gewissheit, dass nichts von dem, was wir glauben, haben oder wollen, wirklich Substanz hat. Denn alles ist als Phänomen für sich so vollkommen, wie es gleichzeitig völlig bedeutungslos ist. Es ist einfach nur erstaunlich, dass es eben so ist. 

So entsteht Frieden, mit dem was gerade da ist. Dem Dasein.

 

Mich begleitet schon immer die Begeisterung darüber, dass es überhaupt so etwas wie eine Welt, ein Universum, ein Ich gibt. Ebenso die Beschaffenheit dieses Daseins in allen seinen Farben, Formen, Gerüchen, Lauten und Geschmäckern auszukosten, ist mir seit jeher eine Freude. 

Daher war ich schon früh davon erfüllt, Dinge zu bauen, wollte Erfinder sein und war fröhlich am singen und in der Natur. 

 

Doch ebenso war ich von dieser Welt wie vor den Kopf gestoßen, als ich in der Schule immer mehr davon weggebracht wurde, meiner Begeisterung freien Lauf lassen zu können und stumpfes Auswendiglernen von Dingen die keinerlei Bezug zu meinen Sinnen hatten, den Vorrang geben musste. So war für mich mit siebzehn klar, einen anderen, wenn auch unbekannten Weg gehen zu müssen, denn ich sah schon früh, dass ich nicht so unglücklich und unzufrieden werden wollte, als wie es mir all die sogenannten Erwachsenen schienen.

 

Ich probierte verschiedene Jobs, verschiedene Ausbildungen, studierte schließlich sogar als ich die Matura doch noch hatte. Doch nichts schien bleibend, nichts schien wirklich erfüllend zu sein, tat ich es doch alles mit dem Ziel irgendwann einmal etwas damit zu erreichen.

Doch was mich alles fand, während ich nach Geld und Anerkenung suchte, darüber bin ich immer noch fassungslos.

 

 

Ich suchte nach Geld, mich fand das Malen.

Ich suchte nach Anerkennung, mich fand die Liebe.

Ich suchte nach Freiheit, mich fand das Tanzen.

Ich suchte Etwas zu erreichen, mich fand das Reisen.

Ich suchte mich, fand Nichts und Alles.

R85A2165.jpg